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10. Tag Damai Beach Sa. 24.7.1999
Heute schlafen wir ein wenig länger, packen gemütlich unsere Sachen zusammen und gehen nochmals kurz an den Strand. Um 10 Uhr checken wir aus und können schon eine 3/4 Stunde früher als geplant nach Kampung Bako fahren. Wir haben ein Turboboot erwischt. Also erreichen wir schon den Bus um 11 Uhr in Richtung Kuching. Unterwegs kommen wir an einer muslemischen Schule vorbei, wo gerade Unterrichtsschluss war. Eine Menge Kinder sind mit uns im Bus gefahren. Die Mädchen alle mit Umhang, die Buben mit Seidenanzügen. Das hat nett ausgeschaut.
In Kuching angekommen machen wir uns auf die Suche nach einem Reisebüro, um die Flüge nach Miri und Kota Kinabalu zu buchen. Wir landen schon wieder bei Borneo Adventure. Die Buchung funktioniert reibungslos. Dann gehen wir noch essen, reservieren das Fata Hotel, kaufen einen Badeanzug für Geli und fahren schließlich nach Damai Beach.
Das Damai Lagoon, wo wir die nächsten drei Tage verbringen werden, ist eine gewaltige Anlage. Es ist ein Hotel mit ca. 400 Zimmern in einer wunderbaren Bucht am Südchinesischen Meer. Jeder Luxus ist hier zu finden. Ein gewaltiger Pool, Tennis- und Squashplätze, Wasserski und und und. Der Kontrast zum übrigen Land ist sensationell. Zwei Welten prallen hier aufeinander. Die Anlage ist jedoch relativ weit außerhalb der Stadt.
Nachmittags gehen wir noch ein wenig im Meer und im Pool schwimmen. Abends gibt's Buffet und anschließend einen Cocktail in der Karaokebar.
11. Tag Damai Beach So. 25.7.1999
Heute haben wir eigentlich den ganzen Tag relaxt. Vormittags und Nachmittags liegen wir faul im Schatten am Pool. Mittags sind wir kurz ins Zimmer gegangen.
Abends wieder essen im Peninsula Terrace. Auch 'Mundl und Rosa' sind hier.
12. Tag Damai Beach Mo. 26.7.1999
Heute ist schon wieder relaxen am Pool und am Meer angesagt. Wir lernen zwei Deutsche aus dem Ruhrgebiet kennen. Sie sind gerade frisch aus Deutschland angekommen (38 Stunden Flugzeit).
Leider sind auch in diesem Hotel diese widerlichen Geckos und einer kommt sogar in unser Zimmer! Zum Glück kümmert sich ein Hotelangestellter darum und entfernt ihn ganz wagemutig.
13. Tag Semenggoh - Orang Utan Center Di. 27.7.1999
Heute stehen wir relativ früh auf, genießen nochmals das Frühstücksbüffet im Holiday Inn und fahren um 9.15 Uhr mit dem ersten Hotelbus nach Kuching. Der Fahrer ist so freundlich und läßt uns direkt beim Fata Hotel heraus. Wir deponieren unser Gepäck im Zimmer und machen uns auf in die City. Zuerst gehen wir zu Borneo Adventure, um die Tickets für die nächsten Flüge zu holen. Dann gehen wir zum Visitor's Center, um die Permits für den Semenggoh Orang-Utan-Park zu besorgen. Dorthin fahren wir dann auch nach einem guten Local-Food-Mittagessen.
In diesem Park werden (vor allem durch Waldbrände) zurückgedrängte Orang-Utans wieder an die freie Wildbahn gewöhnt und ausgesetzt. Leider haben wir Pech. Es kommen keine Affen zur täglichen Fütterung. Es ist momentan eine fruchtreiche Zeit. Deshalb haben die ausgesetzten Orang-Utans genug zum Fressen und sind nicht auf die Fütterungen im Park angewiesen - was eigentlich auch gut so ist. Wir bekommen lediglich einen Nasenaffen und einige Orang-Utans in Käfigen zu sehen. Der Fußweg von der Straße (wo der Bus stehen bleibt) bis zum Fütterungsplatz ist aufgrund der Temperaturen recht beschwerlich. Zum ersten Mal nach Bako schwitzen wir wieder einmal richtig.
Nach dem Besuch im Park fahren wir wieder zurück nach Kuching und gehen ins Hotel duschen. Am Abend müssen wir eine Weile suchen, bis wir ein Lokal finden - vielleicht sind wir schon zu spät dran. Wir spazieren nun auch durch das indische Viertel und gehen später noch ins Cyber# Cafe zum Mailen.
14. Tag Niah Caves Mi. 28.7.1999
Wir stehen sehr früh auf und fahren mit dem Taxi vom Fata Hotel zum Kuching International Airport. Wir geben gleich unser Gepäck auf und genehmigen uns ein Frühstück in der Cafeteria. Leider kann unser Flugzeug, das aus K.L. kommt, wegen schlechten Wetters (ein bisschen Nebel) nicht in Kuching landen. Es muß also nach Sibu ausweichen und ein wenig später und erneut aufgetankt nach Kuching zurückfliegen. Wir können also erst mit über 2 Stunden Verspätung nach Miri abfliegen.
In Miri geben wir unser schweres Gepäck am Flughafen ab und fahren mit einem 'Teksi' in die Stadt und von dort aus gleich mit dem 'Ekspress-Bus' weiter nach Batu Niah. Wir steigen in ein Boot um und fahren zum Park-Headquarter des Niah-Parks. Wir erhalten dort gleich den Schlüssel für unser Zimmer in einem wunderschönen Bungalow und machen gleich eine Wanderung zu den Höhlen für den nächsten Tag mit einem Guide aus. Unser Führer heißt Noel und hat nur ein Auge - aber das sind wir ja schon aus Afrika gewohnt (z.B. Richard im Hwange N.P.).
15. Tag Niah Caves Do. 29.7.1999
Aufstehen um 7.30 Uhr. Nach dem Duschen - später wird sich herausstellen, dass wir eine der wenigen waren, die noch Wasser ergattert haben - und dem Frühstück in der Canteen treffen wir uns mit Noel und marschieren gleich die 3 km bis zu den Höhlen. Die erste Höhle, die wir sehen, ist eigentlich nur ein Unterschlupf oder Felsvorsprung, die Traders Cave. Hier haben vor ca. 100 Jahren die Bird-Nest Sammler in einem Langhaus (Roofless House) gelebt und Tauschhandel mit den Chinesen betrieben - Nester gegen Kleidung und Lebensmittel. Die nächste Höhle war dann schon die Great Cave mit ihrem beeindruckenden Eingang (800 ft breit und 200 ft hoch). Vor dem Eingang in die Höhle befinden sich Ausgrabungen von 'Oscar', einem ca. 40.000 Jahre altem Fund eines Menschen. Wir spazieren bei gewaltiger Luftfeuchtigkeit durch die gesamte Great Cave, die sechstgrößte Höhle der Welt, und sehen dabei die Birds-Nests, die Seile und Wurzeln, die zum Sammeln verwendet werden, einige Sammler, und auch ein paar Fledermäuse. In der Mitte der Höhle ist es stockdunkel (zappenduster). Teilweise scheint die Sonne durch ein paar Löcher in der Decke herein. Es ist großartig. Am Ende der Great Cave verlassen wir den Berg und gehen ca. 15 min. zu der Painted Cave, wo ca. 1000 Jahre alte Felsmalerungen zu sehen wären. Leider können wir diese nur aus einiger Entfernung betrachten, da ein paar superintelligente Touri's das Vorhängeschloß beim Eingang zu den Felszeichnungen mit Holz zugestopft haben und somit der Schlüssel nicht mehr 'reingepasst hat. Das wäre fast der große Auftritt für mein Taschenmesser geworden. Einiges Holz konnten wir herauspulen, aber es reicht leider doch nicht. Noel ist total verärgert. Er spricht auf dem Rückweg fast kein Wort mehr.
Wir gehen also den gleichen Weg wieder zurück durch die Great Cave und über den Plankenweg bis zum Headquarter. Unterwegs kaufen wir uns noch Wasser und eine ausgezeichnete Ananas.
Wir fahren dann wieder mit dem Boot nach Batu Niah und mit dem Bus nach Miri zurück. Dort schlendern wir ein wenig durch die Stadt, gehen im Park View Restaurant essen und anschließend noch in einem Night Club auf ein Bier. Auch hier wird natürlich wieder mit Begeisterung Karaoke gesungen und einige Hostessen kümmern sich um die ausschließlich männlichen Gäste.
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