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- Der Wal besitzt eine schwach verhornte Epidermis, die eine sehr
gute Wasserdichtheit hat. Darunter befindet sich eine bis zu 70 cm dicke
Fettschichte (Blubber). Sie hat verschiedenen Aufgaben:
- Schutz vor Auskühlung
- Auftribeshilfe
- Nahrungsreserve
- Eigentlich müßten die Wale nach kurzer Zeit an einem Hitzestau
zugrunde gehen, da die Haut- und Fettschichten keine Kälte in das
Tier, aber auch keine Wärme aus dem Tier lassen. Die Wale entwickelten ein raffiniertes
System: Bei Überhitzung wird warmes Blut aus dem Körper in die nichtisolierte
Schwanzflosse gepumpt, wo es rasch kälter wird , und den Körper von innen abkühlt.
Dieses komplizierte System aus Klappen, Ventilen und Adern schaltet sich je nach Bedarf
ein oder aus.
- Wale haben im Vergleich zu anderen Säugetieren
verhältnismäßig kleine Lungen. Der Grund dafür ist denkbar einfach. Er braucht sie
nicht, denn der Sauerstoff für die Tauchgänge wird in den Muskeln,Blut und im Wundernetz
gespeichert. Wenn der Wal mit vollen Lungen tauchen müßte, wäre es so als wie wenn Sie
mit einem Luftballon tauchen. Nach einem Tauchgang ist der Wal so verausgabt, das sie erst
ein paar minuten ruhig durchatmen müssen um wieder zu Kräften zu kommen. Walfänger
wissen das und greifen in dieser Zeit an.
- Während der Tauchgänge sparen die Wale auf verschiedene Arten
Sauerstoff:
Bestimmte Organe und Muskeln,die genügend Sauerstoff gespeichert haben, werden durch ein
System von Schließmuskeln Vom Kreislauf abgekoppelt. Sie erhalten dadurch nur wenig oder
gar kein frisches Blut.
Das sauerstoffreiche Blut wird nur für lebenswichtige Organe benutzt.
Das Herz schlägt sehr langsam.
- Da Wale, in einem sehr kurzen Zeitraum ein- und wieder ausatmen,
müssen die Atemgänge mit Verstärkungen ausgekleidet sein, da sie sonst beim Lufthohlen
in sich zusammen fallen würden.
- Wale haben ein sehr eigenartiges Organ, das nur sehr wenige
Lebewesen sonst noch besitzen. Das Wundernetz. Dies ist ein dicker, mit Blut vollgesogener
Schwamm. Es besteht aus einem Labyrinth aus sehr feinen Äderchen. Es liegt an den Wänden
der Brusthöhle, im Halsbereich, zwischen manchen Rippen, entlang der Wirbelsäule und im
Bereich des Gehirns. Über seine Aufgabe(n) ist man sich noch nicht sicher. Manche
Wissenschafter vermuten dass es eine Reihe von Aufgaben erfüllt:
- Es speichert Sauerstoff(als letzte Reserve).
- Es gleicht den Blutdruck dem Wasserdruck an.
- Es füllt Hohlräume im Körper aus, die in den Tiefen
zusammengequetscht würden.
- Es versorgt das Gehirn auf den Tauchgängen mit Blut.
- Haare, Brustdrüsen und männliche Geschlechtsorgane sind zu
Gunsten der Stromlinienform zurückgebildet und/oder im Körper versenkt.
- Der überflüssige Hals ist zurückgebildet ( HWS ist
verkürtzt, HW sind miteinander verschmolzen.
Die Nasen der Landsäugetieren sind mit ihren Schleimhäuten für die Analyse gasförmiger
Duftstoffe bestens gerüstet. Anders ist es natürlich bei den Walen. Sie verloren ihre
Schleimhäute in Laufe ihrer Entwicklung. An dessen Stelle trat ein kompliziertes System
bestehend aus Atemloch, aus Ventilen, Kammern, Gängen und Ausstülpungen. Sie benutzen
ihre Nasen sicherlich nicht nur zur Atmung, denn dazu würde ein einfaches Loch reichen.
Wahrscheinlich können sie mit ihnen Laute erzeugen,um miteinander zu kommunizieren.
- Wale benutzen ein Echolot um sich zu orientieren. Dieses System
besteht aus 2 Teilen. Mit dem Sendeteil werden gebündelte Schallwellen mit 280 Kilohertz
(das Gehör des Mensch nimmt Geräusche bis zu 18 Megahertz wahr!) ausgestossen.
Produziert werden diese Töne wahrscheinlich in der nase oder mit Hilfe eines Ventils im
Kehlkopf. Gesendet werden sie durch die Fettlinse(Spermacetiorgan =>siehe Pottwale).
Diese Wellen breiten sich im Wasser aus und werden von Gegenständen oder anderen
Lebewesen zurückgeworfen. Der reflektierte Schall wird vom Unterkiefer aufgenommen und
zum Ohr geleitet. Aus der Richtung, der Stärke und der Art der Reflektion berechnen die
Wale ihre Umgebung.
Wir Menschen sehen mit Hilfe von Lichtstrahlen, die von der Oberfläche jeder Materie
reflektiert werden. Die Wale jedoch "sehen" mit Hilfe von Schall, der auch in
tiefer gelegene Teile eines Körpers eindringen kann. Wenn ein Wal z.B. einen anderen Wal
"erblickt", "sieht er auch Knochen und so manche inneren Organe dieses, da
der Schall wie gesagt, auch in Körper eindringt. Er wird dann von den Knochen oder den
inneren Organen zurückgeworfen, und der wal kann diese dann wahrnehmen.
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